Die 1.000€-Kinolampe, die die Schwerindustrie rettet (Die Akte ILLUTHERM)
Shownotes
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HIGHEST – Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt
Moderation: Harald Holzer, Geschäftsführer von HIGHEST auf LinkedIn Bartosz Kajdas von STARTUPS FROM SCIENCE auf LinkedIn
Redaktion: Dr. Claudia Becker auf LinkedIn
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Transkript anzeigen
00:00:00: Stell dir vor, wir fliegen zum Mars.
00:00:03: Wir drucken Organe aus dem Dreidedrucker und lassen künstliche Intelligenz unsere Software programmieren.
00:00:11: Aber wenn es darum geht unsere fundamentalsten Materialien herzustellen wie zb Ziegeln Stahl oder Keramik dann greifen wir auf eine Technologie zurück die schon die alten Römer genutzt haben Wir schließen einen Raum ab und zünden ein Feuer an.
00:00:33: Wir verbrennen Milliarden Tonnen an fossilen Energien, nur um Dinge heiß zu machen – das ist kein Geheimnis!
00:00:40: Aber es ist ein globales Verbrechen am Klima.
00:00:51: Ein Podcast von HIEST, dem Innovations- und Gründungszentrum der TU Darnstadt.
00:00:57: In Zusammenarbeit mit Startups from Science!
00:01:11: Ja hallo und herzlich willkommen zu TU Startup Stories.
00:01:14: Mein Name ist Bartosch und neben mir sitzt wie ein... Der
00:01:17: Harald.
00:01:18: Ja mein Co-Wittler.
00:01:20: Harald Holzer, Innovationsgeschäftshörer des Innovationsundgründungscentrums Hi ist ja hi Harald ich freue mich, dass
00:01:28: wir zusammen mit der Akte zu besprechen.
00:01:31: Wieder eine neue Akte und diese Akte die ich heute für uns dabei habe dies auch also wieder total cool!
00:01:40: Wir hatten schon das letzte Mal echt coole destruktive Akten und Startups dabei wenn ich muss sagen Ich hab da wirklich wieder eine Akte rausgezogen Die echt krass es Denn heute möchte ich mit dir über die Akte Illotherm sprechen.
00:01:56: Sagt ihr was, oder?
00:01:57: Ja klar natürlich!
00:01:59: Und das ist echt eine coole Akte als ich die durchgelesen hatte, denn da war viel mit drin.
00:02:07: Ich habe auch gelesen dass der Gründer an so einer Idee getüftelt hat... gab es Leute um ihn herum, die gesagt haben ne das funktioniert nicht.
00:02:16: Die Idee des klappt nicht.
00:02:18: und dann hatte ich auch sogar was gelesen dass die Fördersystematiken die er eigentlich nutzen wollte an der ein oder anderen Stelle auch nicht geklappt hat.
00:02:28: Und Ich kann mir nur vorstellen dass diese Folge die wird ein echtes Handbuch für all diejenigen da draußen die Auch in der gleichen stelle sind oder einem gleichen ort wie unser gründer aus der akte Ilotär, denn es geht so ein bisschen um das Thema Schwarzlicht.
00:02:47: Um unkonventionelle Forscher und wie wir damit oder wie man damit die Schwereindustrie zu einer neuen Innovation bewegt.
00:02:57: Wow!
00:02:59: Ja, hättest du das gewusst, dass Schwarz Licht den New Technology ist?
00:03:05: Ehrlich gesagt nein.
00:03:07: Aber
00:03:07: in der Disco warst du schon mal, oder?
00:03:08: Ja,
00:03:08: war ich schon Mal.
00:03:10: Genau um dieses gleiche Licht geht's eigentlich Und die Schwerindustrie nutzt natürlich kein Schwarzlicht, sondern die heizt einfach mit Feuer große Räume auf um damit eben Materialien heiß zu machen.
00:03:27: Das ist schon krass!
00:03:28: Wenn man sich so fragt gibt es da keine Alternative?
00:03:31: Wir haben doch fast für alles inzwischen eine Hightech-Lösung.
00:03:35: Wir erhitzen aber Materialien wie Naja Wiener Steinzeit wir zünden Feuer an, wir erhitzten Räumen und hoffen, dass die Materialien dann heiß werden.
00:03:46: Hey!
00:03:46: Ich habe mir das gleiche auch gedacht als ich die Akte gesehen habe.
00:03:52: Das kann noch nicht sein, dass wir heutzutage immer noch wie damals zu den alten Römerzeiten im Prinzip Materialien aufheizen.
00:04:01: aber tatsächlich ist es so, daß die Industrie heute die sogenannte thermische Konvektion nutzt.
00:04:10: Ich nenne es einfach mal das Backofen-Prinzip.
00:04:13: Das kennen wir alle von zu Hause aus der Küche, nämlich bevor das Material heiß wird muss man natürlich erst den Backofend vorheizen bis die Pizza dann entsprechend auch warm wird.
00:04:25: und du kannst dir vorstellen dass wir halt in der Industrie nicht von kleinen Pizzawöfen sprechen sondern von riesigen tonnenschweren Ofen wenden die natürlich ja mit erhitzt werden müssen auch aufgeheizt werden müssen.
00:04:41: Hören wir uns mal an und das ist unser Protagonist heute in unserer Akte, nämlich der Gründer Dr.
00:04:49: Lukas Ports.
00:04:50: Er hat Iloterm mit gegründet und erzählt uns kurz etwas über genau dieses Problem was ich auch nicht glauben konnte.
00:05:02: Das Problem ist dass es alles relativ Unpraktische Prozesse sind, wenn wir zum Beispiel einen heißen Wasserkocher nehmen.
00:05:14: Dann können wir eine Flüssigkeit, kann man Heizspirale reinhängen und dann wird die warm.
00:05:17: oder beim Föhn kann man Gas durchpusten und es ist leicht zu erhitzen.
00:05:21: aber ein Feststoff mit einer bestimmten Geometrie da wärmer reinzubringen ging bisher eigentlich nur über heiße Luft Und das sorgt eben für superviel Limitation um die wir auch von zuhause vom Backofen können.
00:05:32: der muss erstmal vorheizen Und so weiter.
00:05:38: und da sind wir eben in einem Konzept gefangen eigentlich seit Jahrtausenden, seitdem es Industrieöfen in der Menschheit gibt.
00:05:47: Da haben jetzt die Möglichkeit einen Sprung rauszumachen.
00:05:50: Heißt das?
00:05:51: Wir vergeuten unglaublich viel Energie nur dafür die Luft heiss zu machen!
00:05:56: Das klingt wirklich wie aus dem Mittelalter... Aber wie kam jetzt wirklich ein junger Doktorand der TU Darmstadt darauf, dieses Jahr tausend alte Problem zu lösen?
00:06:09: Ja das ist das richtig spannende an diesem Fall.
00:06:13: Wie ich finde denn Dr.
00:06:15: Lukas Ports also den wir gerade eben gehört hatten hat eigentlich überhaupt nicht vorgehabt die Schwerindustrie zu dekarbonisieren Denn er saß eigentlich an der TU Darmstadt und schrieb gemütlich seine Doktorarbeit über Versetzungen in Keramiken.
00:06:34: Ja, was sind Versetzung?
00:06:35: Ich will gar nicht so tief darauf eingehen aber ich habe das mal gegoogelt... Das bedeutet es sind linienförmige Kristallgitterfehler in den Materialien.
00:06:45: Daran hat er also geforscht und das war im Rahmen der Grundlagenforschung.
00:06:51: Um seine Proben zu testen, musste er sie brennen.
00:06:55: Und das dauerte im normalen Ofen eben einen ganzen Tag und er war so clever dass er nach einer Abkürzung gesucht hatte.
00:07:03: Er hat sich gefragt hey der Status quo kann ja nicht sein.
00:07:06: ich muss den ganzen tag darauf warten bis ich meine Proben für meine Doktorarbeit hier raus kriege und eben nicht ständig zu warten experimentierte er mit Lasern um bestrahlte diese Keramik.
00:07:19: Eben bestrahlte diese Keramik und da erlebte er einen wirklich bedeutsamen Moment.
00:07:25: Kommt es denn öfter vor so aus deiner auch Co-Ermittlersicht, dass Menschen oder du siehst oder du gehört hast das Menschen einfach so ein Alltags oder für ihn vielleicht ein Alltagproblem sehen?
00:07:37: Und dann sich überlegen hey wie kann das sein?
00:07:39: Ja für ihn war es ein ganz konkretes Problem im Rahmen seiner Dissertation.
00:07:44: Den hat das wahrscheinlich extrem genervt Eben einen Tag warten zu müssen, hat eine Lösung gesucht und letztendlich entstehen viele Innovationen auch disruptive Innovationen.
00:07:56: Dadurch dass eben ein Problem nicht gut gelöst ist oder noch nicht gelöst isst, findige Menschen wie Lukas die Tüftel halt überlegen sich Probleme und in vielen Fällen funktioniert es auch.
00:08:07: Kommt das höf davor?
00:08:08: Oder was sagen deine Fallzahlen?
00:08:11: Es kommt oft vor ja also ich... Naja, ich würde mal sagen das fünfzig Prozent disruptiven Innovationen aufgrund eines Problems zustande kommen.
00:08:22: Hören wir mal rein was Lukas dazu sagt?
00:08:25: Bei uns war es so dass ich versucht habe Keramiken besonders schnell zu brennen weil der Prozess dort in der Uni normalerweise den ganzen Tag und ich wollte aus verschiedenen Gründen das viel viel schneller haben.
00:08:37: und dann haben wir das versucht erst mit einem blauen Laser zu machen und das ging dann halb innerhalb von einer Minute.
00:08:44: Und dann haben wir am ersten Tag, als Oslo wird, haben wir hundertfünfein dreißigmal das gemacht.
00:08:49: Wir werden normalerweise nur einmal am Tag das schaffen und dann war mir klar okay ich habe hier mehr geschafft als im kompletten letzten Jahr an dem einen Tag.
00:08:56: also ist eigentlich egal was ich meinem Doktor jetzt die letzten fünf Jahre promoviert habe sondern das ist das Interessante.
00:09:02: deswegen sind wir heute
00:09:04: schon echt krass von vierundzwanzig Stunden auf eine Minute.
00:09:07: Ich hab gerade eben meinen Rechner gezückt oder mein Kopf In meinem Kopf eine Überschlagsrechnung gemacht, da ist mehr als der Faktor Tausend dazwischen.
00:09:15: Und ein Faktortausend eignet sich immer für eine Disruktion.
00:09:20: Nichtsdestotrotz, Lasers sind mega teuer und ich habe mich dann auch gefragt, ja gibt es einen Eskalierungen nach vorne?
00:09:29: Kann man damit große keramikensiegelne Ziegelsteine oder sogar Stahlträger für die Industrie brennen?
00:09:36: Das muss ja irgendwo auch eine Skalierung möglich sein!
00:09:40: Ja, also in dieser Akte oder wenn wir sozusagen diesen Fall näher beleuchten ist es natürlich so dass das erstmal eine Zufallsentdeckung war und das ist natürlich ein genialer Plan gewesen von ihm seine Doktor Arbeit so stark zu verkürzen.
00:09:57: Aber er hat sich auch mit seinem Kollegen zusammengetan, nämlich Michael Scherrer.
00:10:02: Und die fragten sich okay welche Wellenlänge zieht denn eigentlich in diese Materialien ein?
00:10:09: Das Besondere ist natürlich dass sie am Anfang in so einen kleinen Labor-Mastab unterwegs waren.
00:10:15: Also natürlich haben wir jetzt keinen riesigen Stahlträger da irgendwo ins Labor gehiefe sondern Sie haben sich natürlich mit diesen Keramiken gefragt wie kann das funktionieren?
00:10:26: Und dann wollten sie ermitteln, bei welcher Wellenlänge dieses blaue UV-Licht genau diese Eigenschaften auslöst, dass sich diese Keramiken erhitzen.
00:10:37: Ich kann mich erinnern an eines der ersten Experimente.
00:10:39: das war so Keramikpulver und Lukas kam ganz stolz durch die Tür hat uns das Experiment gezeigt.
00:10:46: ich habe mich auch wirklich gefragt warum Blau nicht Rotlicht oder Infrarot?
00:10:53: Ja, das ist interessant dass du das auch aus deinen eigenen Ermittlungs-Tätigkeiten hier kennst.
00:11:01: Ich habe mir das auch so erklären lassen, dass natürlich das Infrarotlicht was wir kennen von Wärmelampen und was ja auch eindringt, das oft zum großen Teil auch reflektiert wird und nicht so tief eindrinken kann wie jetzt in solche harten Materialien.
00:11:19: Und dieses blaue Licht hingegen, dieses schwarze Licht wird hingegen komplett absorbiert.
00:11:25: Also so wie wenn man halt ein schwarzes T-Shirt im Sommer an hat.
00:11:28: das ist klar es heizt sich schneller auf als in Sohn weißes und genauso ähnlich funktioniert das entsprechend auch mit den Materialien.
00:11:38: Und die Magie dahinter konnte ich gar nicht glauben dass Objekt wird halt extrem heiß und die Luft drum herum bleibt aber kalt.
00:11:48: Also wir haben hier so was umgekehrtes, nicht der Backofen mit der Luft wird heiß sondern einfach die Materialien werden heiß und drumherum bleibt es einfach kalt.
00:12:00: und stellt ja vor den ersten Prototypen haben sie gebaut im Labor natürlich Aber drumherrum war das nicht irgendwie aus Stahl oder irgendwelchen weiß nicht was, sondern die haben das in der Holzkiste gebaut.
00:12:16: Hast du, oder?
00:12:17: Die durfte ich sogar sehen.
00:12:18: Echt?!
00:12:20: War die groß?
00:12:21: wie kann man sich diese Kiste vorstellen?
00:12:24: Was ist groß, was ist klein?
00:12:25: ja also schon so dass wir die gute
00:12:27: Mikro-Welle... So
00:12:28: ein Meter.
00:12:29: Ja
00:12:30: okay und dann warst du da live dabei, wie die dann einen Versuch gemacht hatten.
00:12:36: Ich durfte einmal bei einem Versuch dabei sein, wo eben dieses blaue Licht zum Ergebnis geführt hat.
00:12:47: Dass ein Brennvorgang gestartet werden konnte.
00:12:50: Wow
00:12:50: cool!
00:12:52: Vielleicht müssen wir mal fragen ob wir dann noch einen Video irgendwann mal kriegen und das irgendwo anhängen oder als Link?
00:12:58: Das hört sich nämlich extrem spannend an.
00:13:01: Hören wir mal rein, was Lukas zu diesem Prozess eigentlich gesagt hat.
00:13:08: Ja das war super spannend als wir da den ersten Project zusammengeschraubt haben und dann wirklich zeigen konnten dass es in der Mitte tausend Grad hatte und das hatte anfangs gar kein Gehäuse.
00:13:16: Da haben wir dann irgendwie ein Blatt Papier dazwischen gehalten oder so Woll damit's nicht zu viel Licht rauskommt.
00:13:22: aber wir wussten ja das ist nur eine Einstelle heiß wird Was ist das wie wenn man in Backofen rein fasst mit fest an die Wand?
00:13:29: Dann weiß jeder das ist ne herzlich schlechte Idee.
00:13:32: Aber in der Mikrowelle ist überhaupt kein Thema.
00:13:35: Sobald man das bewusst ist, ist es auch dass ich habe ein Blatt Papier oder eine Holzkiste als Wand völlig offensichtlich, dass das ausreicht!
00:13:44: Wir hatten damals die Situation, wir hatten Lukas und seine Kollegen eine Technologie, die in einer Holzkiste tausend Grad erzeugt ohne dass sich Kiste brennt und waren alle boah buff, lässt im positiven Sinn und gesagt, das ist revolutionär.
00:14:01: Und wir waren der Meinung, die Förderprogramme und die Investoren müssten doch eigentlich sich direkt auf dieses Thema stürzen.
00:14:09: Ja!
00:14:10: Ich muss ganz ehrlich sagen ich fand dann auch wenn ich jetzt natürlich diese Akte mir durchgelesen habe, fand ich wirklich interessant dass es gar nicht so einfach ist für so eine Idee auch irgendwo Geld ja zu akquirieren einzusammeln.
00:14:31: Denn das ist natürlich echt verrückt eigentlich.
00:14:34: Da kommt jemand mit einer selbst gebasten Holzkiste und sagt, die Materialien kann ich auf tausend Grad erhitzen.
00:14:41: Das ist echt eigentlich, würdest du sagen, ja verrückt ne?
00:14:46: Das ist schon verrückt mindestens destruktiv.
00:14:48: Ja
00:14:49: Und Lukas hat ja auch davon berichtet dass auch in seinem Labor Die Leute gar nicht an diese UV-Lichtidee erstmals geglaubt hatten und auch zwei Forschungsanträge wurden abgelehnt.
00:15:03: Also es lag dann nicht nur an ihm oder seinem Umfeld, die gesagt hat mir das funktioniert sondern auch ja von öffentlicher Seite von Forschungseinträgen hieß es ah nee ist ein Konzept glaube mehr nicht dran.
00:15:14: Ja und wir hatten ihn ja auch da elothärm damals auch begleitet bei der beim Antragsprozess was exist betrifft exist steht für Existenzgründungen aus der Wissenschaft.
00:15:25: Eigentlich ein ganz tolles Programm mit verschiedenen Förderlinien, gibt es fünfundzwanzig Jahre.
00:15:30: Er hat die ganzen verschiedenen Bundesregierung überstanden und hat verschiedene Phasen der Wirtschaftspolitik überlebt.
00:15:37: Aber Exist war halt auch nicht gemacht für diese Art von Erfindung.
00:15:41: Er ist letztendlich auch Mitilotherm dann an Exist gescheitert.
00:15:45: Da hat sich einen anderen Weg gesucht.
00:15:47: Ja!
00:15:48: Und da hören wir mal rein wie das aus der Perspektive von Lukas ja war damals?
00:15:55: Also für den Exist-Antrag, da war einmal die quasi Entscheidung auch, die Firma zu kunden und den Antrag zu stellen.
00:16:02: War auch eher knapp vor der Deadline muss man so sagen.
00:16:07: Und damals waren wir gerade noch nicht mehr mit dem Ding hier fertig.
00:16:13: Wir konnten doch nicht beweisen dass wir bei tausend Grad ankommen.
00:16:16: Und so bisschen.
00:16:17: die Aufgabe die wir im Exist formuliert haben war... Die nächste wassergekühlte Version zu bauen und da weiterzukommen.
00:16:27: Und dann war die Antwort oder das Ablehnungsschreiben ja eigentlich eine coole Idee, aber das muss genauer geplant werden.
00:16:42: Kann ich gut nachvollziehen?
00:16:43: Wenn ihr Wartung ist, dass am Ende der Planung so funktioniert wie man beschreibt.
00:16:47: Die Sache ist, dann müssten wir die nächste Data nehmen und bis dann die Entscheidung kommen.
00:16:50: Das wären elf Monate in Zukunft gewesen und ich hatte zu der Zeit noch nicht mal einen eigenen Job zur Finanzierung und ich hätte auch die Firma nicht gründen dürfen.
00:16:57: Das heißt, ich hätte das Geld von der Sprint nicht annehmen dürfen, die ja nur in den Firmen investieren möchte damit da auch die Wertschöpfung endet dann in Deutschland bleibt.
00:17:09: Das heisst, ich hatte quasi elf Monate warten müssen und genau nichts tun und dabei auch nicht mehr so nicht mal meine eigenen Wurchen bezahlen können.
00:17:16: Und dann haben wir uns entschieden.
00:17:18: Wir gründen jetzt einfach die Firma.
00:17:19: neben die zweitausend Euro.
00:17:20: statt über eine Million Euro von Exist nehmen wir die zweitausend Euro von der sprint und starten rein.
00:17:27: Und nach elf Monaten, als dann das Exist Geld hätte gediehmigt werden können war dieses Konzept wie wir es gebaut haben technisch absolviert.
00:17:38: Wir haben seitdem nie wieder gebaut, haben eine komplett andere Technologie entwickelt auf der diese Firma basiert und dass ist halt in dem System nicht abbildbar gewesen.
00:17:49: für uns was wichtig zu starten Ressourcen zu bekommen und daran zu arbeiten und hat sich dann alles ergeben Und wir waren damals eben noch nicht in der Lage, das so abzubilden.
00:17:58: Wir haben es auch selbst auch nicht so kommen sehen und deswegen haben wir uns dann am Ende dafür entschieden, nicht nochmal zu versuchen nachdem's abgelohnt wurde ein zweiten Existantrag zu schreiben.
00:18:10: Das hat uns natürlich ist uns teuer zu stehen gekommen wo wir natürlich dann auch mehrere Jahre auf unsere Gelder verzichten müssten.
00:18:18: ich musste mehr Geld von meinen Geschwistern leihen um überhaupt nicht auf der Straße schlafen zu müssen usw.
00:18:24: Also es hat uns wirklich durch bittere Monate und Jahre geführt.
00:18:28: Und aber auch dazu gezwungen, direkt wirtschaftlich zu denken, direkt an Geschwindigkeit zu denken... ...und nicht an der Bequemlichkeit einer Uni zu bleiben oder von irgendeinem Job, für den man bezahlt wird.
00:18:42: Boah!
00:18:42: Oder?
00:18:43: Ich finde da steckt so viel drin an Aussagen.
00:18:49: Ich fand das mega.
00:18:51: Mich hat Lukas zu der Zeit extrem begeistert, er glaubt an dieses Ding Macht fängt an und pfeift letztendlich auf die Förderlinien.
00:19:01: Die ihn ausgebremst hätten.
00:19:03: und letztendlig ist das was er sagt es ist wichtig zu starten die ersten Schritte zu gehen Und auch zu mir hat ein Investor von meinem Start-up gesagt, es kommt alles ganz anders wie sie denken Herr Holzer.
00:19:14: Ich war beleidigt und es kam ganz anders und so ist das bei Lukas halt auch gekommen.
00:19:20: Wenn man nicht anfängt kann man diese Erlebnisse nicht erleben.
00:19:24: Ja
00:19:25: ich muss an der Stelle natürlich sagen... Ich will es sagen, großen Respekt vor Lukas und auch seiner Entscheidung dann auch zu sagen hey ich geh jetzt den vielleicht unsicheren Weg oder ich nehme nur weniger Geld in Anspruch statt jetzt nochmal zu warten weil ich jetzt auch an diese Idee glaube und auch vorankommen möchte.
00:19:50: Sein Weg so sich sucht und nicht sich abhängig macht von irgendwelchen Rahmenbedingungen, sondern im Flow ist mit der Idee statt zu gucken wo kann er jetzt das meiste irgendwie auch rausholen?
00:20:03: Ja das ist super unbequem.
00:20:05: Und letztendlich auch riskant.
00:20:07: ein Set ja alle schief gehen können.
00:20:09: heute feiern wir Lukas einen Ilotärm naja aber das Risiko war ja schon auch existent dass es alles schief geht und er sein Geschwistern das Geld zurück bezahlen muss.
00:20:20: Ja, also schon ein bold Move an der Stelle!
00:20:23: Und ich glaube, dass ist sowas wo ich auch in der Akte so einen Gefühl hatte, wo ich gedacht habe oh mein Mensch, das ist... Das ist es worauf's dann am Ende ankommt diesen Mut zu haben, zu sagen hey come on, ich probier's Ich glaube an meine Idee, ich glaube an dieses Thema und es einfach mal auch zu probieren oder auch umzusetzen.
00:20:46: Das fand ich wirklich beeindruckend beim Lesen dieser Akte.
00:20:51: Aber er war ja auch dann nicht ganz alleine, muss man auch sagen.
00:20:56: Er hatte ja dann auch sein Teampartner aber auch in dem Institut von Professor Jürgen Rödel der ihm als Mentor natürlich da auch unterstützt hatte.
00:21:09: im weiteren Verlauf Auch ihr mit dem Technologietransfer, mit dem Gründungszentrum HIEST wart ja auch sehr nah dran.
00:21:17: Auch an diesem Thema habt ihr nicht nur beraten in der Gründungsphase sondern auch das Thema IP Intellectual Property auch mit diskutiert.
00:21:28: und da ist was, was ich mich gefragt habe in der Akte wie wichtig es für solche jungen Gründer wie jetzt Lukas diese Erfindung auch sich schützen zu lassen über ein Patent?
00:21:41: Im DeepTech-Bereich ist das Thema IP oder Schutz von IP extrem wichtig.
00:21:47: Wir wissen aus Statistiken, dass Erfindungen und Startups mit einem starken IP viel erfolgreicher sind als die ohne oder mit einem schwachen IP.
00:21:58: Das ist einmal dieser IP Schutz.
00:22:00: Es ist aber auch sehr wichtig für die Startups oder Spin-offs zu wissen oder garantiert zu bekommen, Ich sag mal mit gründungsfreundlichen Konditionen auch verwenden können.
00:22:11: Also zum einen schützen wir, was irgendwie schützenswert ist oder was geeignet ist für einen Schutz und das ohne Kosten, auch ohne Kosten für die Fachgebiete.
00:22:21: Und zum anderen können sich halt die Gründe auch sicher sein – auch die Gründerinnen – dass eben zu, ich sag mal Start-up freundlichen konditionern die IP dann weder in der Start-Up fließt und man die IP auch nutzen kann.
00:22:34: ja Und du sprichst von Kosten, aber wer zahlt diese Kosten am Anfang?
00:22:40: Die Kosten für die Grundsicherung trägt die TU Darmstadt als Organisation.
00:22:47: In dem Fall wir.
00:22:48: Wir haben da eine Kostenstelle, auf die man da buchen kann.
00:22:52: Das sind relativ geringe Kosten.
00:22:53: wenn es dann nach einem Jahr der Grundsicherung weitergeht und wird entschieden möchte man möglicherweise das Patent International schützen andere Schutzklassen, andere Schutzbedarfe Dann wird es relativ schnell teuer und dann nehmen wir auch die Fachgebiete mit in die Pflicht.
00:23:10: sprich die dürfen dann auch einen Teil der Kosten tragen.
00:23:13: an den Erlösen werden sie später aber auch beteiligt
00:23:16: Okay.
00:23:17: Und hier in unserem Fall, war das dann ähnlich oder wie war es da?
00:23:22: Wir haben im Prinzip diese Grundsicherung durchgeführt natürlich auch mit Unterstützung von Lukas vorhin gerade dargestellt dass dann das Produkt was realisiert wird ein deutliches Gap hatte zu der ursprünglich geschützten Variante.
00:23:40: Das passiert oft in einem Umfeld aber ist trotzdem wichtig dass man einen IP Schutz hat und dass man auch von außen nicht angreifbar ist, auch von anderen von Mitbewerbern.
00:23:51: Und von daher hatten wir da eine gute Basis gelegt.
00:23:54: Ja!
00:23:54: Und letzte Frage auch weil das in der Ermittlung natürlich sehr relevant ist wie steht ihr dazu?
00:24:01: Also Lukas hat ja erzählt, dass er natürlich auf so gewisse ich sage mal Nichtwiderstände aber die Leute glaubten ihm nicht, dass es möglich ist und also in einer Holzkiste gebaut werden kann.
00:24:13: Wenn solche Leute zu euch kommen, wie gehst du da mit Oma?
00:24:18: Bist du der Innovationen mit einem besonderen Ermittlungsansatz auf der Spur oder was macht ihr da?
00:24:23: Wir sind grundsätzlich Chancendenker.
00:24:25: Wir geben dir der Innovation eine Chance und es gibt ganz viele Innovation noch Disruptive wo kein Mensch geglaubt hat das daraus etwas Marktwäges entsteht.
00:24:36: Das ist der Grund warum wir hier in der TU Darmstadt eben die Strategie verfolgen Strategie der Grundsicherung verfolgen, alles was irgendwie beim Patentamt anmelbbar ist auch wirklich anmelden.
00:24:49: Und dann nach einem Jahr kann man besser bewerten ob das Aussicht auf einen wirtschaftlichen Erfolg hat.
00:24:54: Ja und wie steht ihr zu diesem Thema Sprint?
00:24:58: Das interessiert mich auch noch.
00:25:02: Wir arbeiten Gut und eng mit Sprint zu hatten jetzt auch einen Arbeitskreis im Bereich von IP-Transfer, also wo wir das Thema IP gegen virtuelle Beteiligung weiter ausgearbeitet haben.
00:25:17: Sprint ist ein wichtiger Förderwegen wenn man diesen entscheidenden Unterschied zu Exist sieht.
00:25:23: Exist fördert primär den Weg von der Forschung oder von der Hochschule zur Gründung Und Sprint fördert primär den Weg von einer außergewöhnlich ambitionierten Innovation zum Durchbruch.
00:25:35: Das ist ein anderer Ansatz, weniger bürokratisch Hürden, da geht es darum mal zu starten relativ kleine Programme, dir wird's kein Programm geben was drei Jahre dauert um immer wieder so eine Sollbruchsstelle zu haben.
00:25:48: macht man weiter oder nicht?
00:25:50: Es ist komplett anders auch von der Denkweise.
00:25:53: Beide dürfen ja mit dem Bundeswirtschaftsministerium sehr eng zusammenarbeiten und ich finde auch gut, dass es beide verschiedene Varianten gibt.
00:26:03: Ja, sehr gut!
00:26:04: Sehr interessant!
00:26:05: Auch diese Ausführungen habe ich mal auf jeden Fall noch einmal notiert um der Akte nochmal ergänzt.
00:26:11: Lass uns langsam diese Akte hier heute schließen und ein kleines Urteil dazu fällen.
00:26:17: Denn wo steht Ilotherm heute?
00:26:19: Also wie gesagt, Sie haben es ja geschafft aus so Pulver.
00:26:22: Hatten sie dann so kleine Keramiken geschmolzen mittlerweile auch Scentstück Größe aber es geht ja noch weiter.
00:26:31: diese Technologie so habe ich mir sagen lassen wird immer weiter entwickelt und wenn die so schnell sind wir anfangs mit Sprint wurde im Prinzip mit dem Konzept angefangen und am Ende kommen sie wieder raus.
00:26:43: kann sich das auch nochmal ändern.
00:26:45: Sie sind aber natürlich jetzt, was es betrifft, echt heiße Kandidaten für so eine destruktive Technologiewechsel der hier direkt aus Darmstadt
00:26:55: kommt.".
00:26:58: Und die Vision geht noch weiter.
00:27:00: also angefangen von ich kann Keramikpulver brennen, ich kann fünf Cent Stück zum Schmelzen kann man sich ja durchaus auch vorstellen, dass es auskaliert.
00:27:11: Also können wir riesige Hochtemperaturindustrie irgendwann elektrifizieren und das würde bedeuten wenn gerade viel Wind weht oder wenn viel Sonnenenergie geerntet in Anführungszeichen werden kann.
00:27:25: dann können wir den Schalter aufdrehen, den Lichtschalter auf drehen Wir brennen halt Keramik Wenn Pflaute ist und die Sonne nicht scheint Dann schalten wir das UV-Licht aus und keine tagelangen Vorheißzeiten mehr von riesigen Öfen.
00:27:39: Und das ist letztendlich auch der fehlende Puffer für die Energiewende.
00:27:43: Ja,
00:27:44: dass es immer dieses An aus, wenn Strom da ist, dauert lange bis dann hochgefahren wird.
00:27:49: Dann ist genau so diese Puffe, wo man vielleicht irgendwie nutzen könnte diesen Energieüberschuss in diese Laser zu bringen um dann genauso Sachen aufzuheizen.
00:28:01: Ja, der Täter die Verschwendung diese heiße Luftraum oder den Luftraum zu erhitzen.
00:28:10: Unser Täter, die Energieverschwendungen, dem sind wir hier auf der Spur gewesen.
00:28:16: und zum Ende hin möchte ich nochmal illotärm auch noch mal zu Wort kommen lassen denn es ist eine ganz besondere auch Start-up Erfolgsgeschichte mit einer Kampfansage an den Status quo, nämlich an diese Energieverschwendung.
00:28:33: Hören wir mal rein wie Lukas sich dazu positioniert?
00:28:40: Bei Eloterm sind wir Pioniere vier erschaffen was wirklich Neues und wir sehen dass es hier einen technologischen Sprung gibt der auch wirklich Wert im realen Leben bringt.
00:28:52: Wir sind die ersten dieses machen und wir wollen das in die Anwendungen bringen Und wir sehen jetzt schon einige Anwendungen, in denen das heute schon funktioniert und auch andere, in den es in Zukunft reinkommen wird.
00:29:03: Wir wollen eben das zu einer breit angewendeten Technik machen und das wirklich in die Welt bringen.
00:29:09: Ja eine tolle Vision oder?
00:29:10: Absolut ja!
00:29:13: Das bringt uns nun zu dir liebe Zuhörerinnen und lieber Zuhöhrer Denn wenn du heute eins aus dieser Akte mitnimmst dann dass Du musst nicht darauf warten verstehen.
00:29:27: Die besten Sprunginnovationen sehen anfangs aus wie dumme Ideen in einer Holzkiste!
00:29:33: Lass dich nicht von Antragsformularen stoppen, die einen starren Plan für die nächsten fünf Jahre fordern – Innovation lässt sich nicht planen, Innovation passiert wenn man mutig genug ist einfach loszulegen und im Zweifelsfall eben selbst die private Kreditkarte zuckt
00:29:53: Und auch einen Appell an euch da draußen.
00:29:56: Wenn ihr eine Idee habt, die vielleicht mindestens genauso verrückt klingt wie die von Lukas dann wendet euch gerne an uns.
00:30:04: ein Highest das Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt.
00:30:08: Dort gibt es Menschen, die eure Vision teilen Auch wenn das System noch nicht so weit ist.
00:30:14: Wir denken nicht in Probleme wir denken in Chancen.
00:30:16: Wir denken in Möglichkeiten.
00:30:18: Das wird euch auch helfen den nächsten Schritt in eurer Innovation zu machen.
00:30:26: Ja, sind ja auch ganz viele Ermittler bei dir, bei euch unterwegs und dem der Innovation auf der Spur.
00:30:34: Damit schließen wir die Akte Eluterm.
00:30:37: Vergesst nicht zu abonnieren!
00:30:39: Wir freuen uns auf die nächste Episode und sagen bis bald.
00:30:58: Ciao.