Der 415-Terawatt-Faktor: Wie ein TU-Spin-off globale Rechenzentren optimiert

Shownotes

Das erwartet dich in dieser Episode:

  • Der Systemfehler der Industrie: Warum der isolierte Blick auf Einzelkomponenten das Gesamtsystem ineffizient macht.
  • Überleben im Tal des Todes: Wie das Gründerteam sein Produkt von 20 Modulen auf 2 radikal fokussierte, um am Markt zu bestehen.
  • Der Pivot zur Skalierung: Wie ein geplatzter Deal den entscheidenden Eintritt in den lukrativen Rechenzentrums-Markt erzwang.
  • Harte Metriken statt Theorie: Wie Etalytics bei Stellantis 60 % Lüftungsenergie und bei NTT 19 % Kühlstrom einspart.
  • Die VC-Strategie: Warum europäische Gründer größer denken müssen und wie die Microsoft-Allianz die globale Expansion sichert.

Ressourcen & Links:

HIGHEST – Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt: Link zur Webseite

Moderation: Harald Holzer, Geschäftsführer von HIGHEST auf LinkedIn: LinkedIn Profil von Harald Bartosz Kajdas von STARTUPS FROM SCIENCE auf LinkedIn: LinkedIn Profil von Bartosz

Redaktion: Dr. Claudia Becker auf LinkedIn: LinkedIn Profil von Claudia

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Transkript anzeigen

00:00:00: Stell dir einen lautlosen Raubzug vor.

00:00:03: Der Täter bricht keine Türen auf, erschleicht sich direkt durch die Lüftungsschächte!

00:00:10: Er bedient sich in den großen Fabrikhallen und modernsten Rechenzentren dieser Welt – jeder einzelne Tag.

00:00:18: Er stielt keine Geldscheine, er stielt Energie.

00:00:22: Unfassbare Mengen an Strom Allein.

00:00:26: die Rechenzentren der Welt fressen pro Jahr über vierhundert fünfzehn Terawattstunden.

00:00:32: Das ist fast so viel wie der Stromverbrauch von ganz Deutschland und bis zu vierzig Prozent davon verpuffen einfach blind in den Kühlsystem.

00:00:43: Die Industrie steht daneben, völlig machtlos – bis drei Forscher aus Darmstadt eine Waffe erfinden um diesen unsichtbaren Dieb zu stoppen!

00:00:53: Eine Erfindung, die sie bis ins Herz des Silicon Valley führen wird.

00:01:07: Hallo und herzlich willkommen hier im Archiv der... TU Darmstadt, vor allem des Innovations- und Gründungszentrums HIEST.

00:01:34: Ich bin euer Ermittler Bartosz und wir öffnen heute die Akte Aetalytics!

00:01:38: An meiner Seite ist wie immer mein Partner Co-Ermittler und Geschäftsführer des Innovationengründungscentrums Hiest.

00:01:46: Harald Holzer!

00:01:47: Harald, grüß dich

00:01:48: Hallo Bartosch ich freue mich sehr.

00:01:51: Die Story ist sehr, sehr spannend.

00:01:53: Ein globaler Energierau in dieser Größenordnung hat einen Impact auf die Weltwirtschaft und unsere Gesellschaft.

00:02:01: Das ist ein gigantischer Fall für uns!

00:02:04: Wer sind denn die Helden dieser Akte?

00:02:10: In der Recherche, als ich bei euch im Archiv war... also mir das... Ich bin da abgeschnallt bei dieser Story.

00:02:17: Und unsere Zielpersonen sind drei junge Wissenschaftler der TU Darmstadt.

00:02:22: Das ist einmal Dr.

00:02:23: Thomas Weber, Dr.

00:02:25: Niklas Panten und Björn König.

00:02:28: Sie haben eine Software namens ATAR-ONE entwickelt.

00:02:31: Das is ne künstliche Intelligenz die das Unmögliche schafft!

00:02:36: Wir verfolgen heute genau diese Spur.

00:02:40: Ich kenne Ethalytics natürlich und auch die drei Gründer, aber interessieren wird mich trotzdem.

00:02:45: Was steht denn in dieser Akte?

00:02:47: Wie haben die drei gründe das Problem denn angepackt?

00:02:50: Ja, ich glaube Sie haben etwas getan was sehr häufig in der Wissenschaft vorkommt.

00:02:55: Sie haben nämlich ihren Blickwinkel radikal verändert und sie haben aufgehört wieso bisherige Ermittler der Industrie nur nach so kleinen Einzeltätern zu suchen?

00:03:07: Sie haben nach dem großen Fisch gesucht.

00:03:10: ja und wir hören mal Thomas Weber an, denn ich habe ihn interviewt und er beschreibt den entscheidenden Fehler, den etablierte Konzerne machen.

00:03:22: Stand heute wird eine Pumpe ... Wenn jemand eine PUMPE optimiert, schaut er sich nur die Pumppe an.

00:03:25: Wenn jemand einen Kühlturm optimiert schaut der sich nur den Kühelturm an.

00:03:29: Und dieses Gesamtsystem als einmal holistisch zu betrachten also ganz zeitlich zu betichten das ist im Endeffekt die Erweiterung die wir mit Italytics erreicht haben.

00:03:40: Das ist ja schon sehr smart, etwas holistisch zu betrachten.

00:03:43: Und ehrlich gesagt ist es ja nicht besonders neu und auch keine Raketenwissenschaft.

00:03:48: Trotzdem sind sehr viele Unternehmen, wir konzentrieren sich immer auf die Einzelkomponenten, auf die einzelnen Säulen und ich glaube so ein Erfolgsfaktor von Ethalytics war eben das System ganzheitlich also holistischer zu betachten, dieses gesamte System ins Visier zu nehmen.

00:04:07: Ja man könnte nämlich auch meinen, wenn man jede Einzelkomponente optimiert zum Besten das dann alle im Gesamtsystem auch also optimiert sind.

00:04:18: Das denkt ihr BWL aber die Ingenieure können ein bisschen anders und die gucken sich das Gesamtsystem an.

00:04:23: Wunderbar!

00:04:24: Zum Glück haben sie es natürlich auch gemacht weil sie haben damit auch gezeigt, dass eben etablierte Konzerne in diesen Denkmustern gefangen waren.

00:04:33: Wenn Sie jetzt nur einfach einen Bauteil austauschen und ergleichen.

00:04:38: Und das war auf jeden Fall sehr interessant!

00:04:42: Ich frage mich bei solchen Erfindungen immer wieder warum machen das die großen Konzernen oder andere unter nicht schon längst und nicht schon langs richtig?

00:04:51: Aber offensichtlich hat die Welt auf Darmstadt gewartet

00:04:56: Absolut.

00:04:57: Ja, denn bisher ist es ja so dass die Maschinen einfach nicht miteinander geredet haben.

00:05:02: also diese Optimierung fand statt aber Die Heizung hat halt geheizt die Kühlung hat gekühlt und arbeitet vielleicht auch manchmal dagegen.

00:05:11: Und diese maschinen die arbeiten einfach blind gegeneinander und unser unsichtbarer Energiedieb den wir am Anfang hatten der feiert natürlich ein fest der lacht sich ins feustchen dann Der wahre Täter ist eigentlich diese fehlende Kommunikation in diesem System.

00:05:29: Hören wir mal rein, was Thomas dazu sagt!

00:05:33: Und stand heute werden selbst den neu gebauten Energiesystem dieser einzelnen Komponenten eben nicht aufeinander abgestimmt betrieben?

00:05:42: Was steht denn jetzt in dieser Akte?

00:05:44: Wo genau in Darmstadt nahm die Erfinder die ursprünglich Spur

00:05:48: auf?!

00:05:50: Ja also alles begann am... Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen.

00:05:58: Und das Ganze kann man auch finden unter den drei Buchstaben PTV.

00:06:04: Dort unter der Leitung von Professor Joe Eisele.

00:06:08: dort forschen die drei in der berühmten Etherfabrik.

00:06:12: Dort beweisen sie im Labor wer die Maschine intelligent vernetzt spart oft sofort vierzig Prozent an Energie.

00:06:20: Ja, das ist der wissenschaftliche Beweis.

00:06:23: Der bringt uns nur noch nichts!

00:06:25: Er hat unfassbares Potenzial.

00:06:27: jetzt geht es aber darum die Wissenschaft in die Praxis zu übersetzen und da ist glaube ich schon eine große Herausforderung nicht nur für Italytics

00:06:36: Absolut.

00:06:37: Ich meine, wir berechen hier tatsächlich vom Tech-Transfer genau an der Stelle und deswegen gründen die drei auch in den Jahr zwei Tausend Zwanzig ihr Startup Aetherlytics.

00:06:46: denn sie wollen rausgehen!

00:06:48: Sie wollen diese Technologie in der echten Industrie einsetzen.

00:06:53: aber dann kommt der harte Aufprall auf dem Hallenboden der Realität und das berüchtigte Tal des Todes setzt ein bzw steht vor Ihnen.

00:07:07: Ja, das

00:07:07: der Welle hätten wir es nicht.

00:07:10: Gibt's einige Startups mehr die den Erfolg oder die erfolgreich sich entwickeln aber was hat da Ihnen genau das Genick gebrochen?

00:07:19: Es ist glaube ich so eine Mischung gewesen aus Überforderungen und ja einfach ne Verzerrung der Realität.

00:07:27: denn im sauberen Unilabor da lief alles perfekt.

00:07:31: Sie träumten dort in diesem Labor natürlich Risik und entwickelten zwanzig verschiedene Software-Module.

00:07:37: Und jedes Problem, was sie identifiziert haben, wollten sie auch gleichzeitig lösen.

00:07:43: Doch die Industrie da ist es nicht so sauber.

00:07:47: Da ist das etwas chaotischer denn dort fallen auch mal Sensoren aus Daten fehlen und Thomas Weber beschreibt dass diesen emotionalen Tiefpunkt so

00:08:00: Weil einfach sehr viel, also die Realität ist messi.

00:08:03: Das Labor ist relativ sauber das Labor Ja da kann man davon ausgehen ich habe die richtigen Daten diesen auch alle gut gemappt und wenn dann Sensor nicht stimmt Dann kalibriere ich den halt mal schnell nach.

00:08:13: Also dass sind alles Bedingungen Die in der Realität in der Form einfach nicht erfüllt sind oder Netzwerkprobleme Connectivity Probleme.

00:08:23: Also gibt er sehr sehr viele Rädchen die ineinander greifen müssen das unser Produkt bei einem Großkunden tatsächlich auch funktioniert.

00:08:34: Wenn eins von vierzig, fünfzig, sechszig Rädchen kleinen Zahnrädchen nicht funktioniert dann funktioniert das gesamte Produkt nicht.

00:08:43: Dann ist der Value den wir erzeugen null.

00:08:46: und da in erster Instanz alle diese Rädchensaube aneinandergreifen zu lassen während die Realität so messig wie sie eben ist Das ist natürlich in dem ersten ganz besonders im ersten Projekt eine Riesen-Herausforderung.

00:09:02: Während gleichzeitig die Chance bzw der Druck, der in so einem ersten Projekt da ist, natürlich unglaublich groß ist.

00:09:11: Also das ist ein alles oder nichts Prinzip.

00:09:12: also wenn man das schafft dann hat mal viel gewonnen und dann haben wir das Accessory.

00:09:16: Dann hat man einen bezahlenden Kunden.

00:09:22: Man hat entsprechend was vorzuweisen.

00:09:25: Wenn man es nicht hinbekommt dann hat man gar nichts.

00:09:27: Also da hat man nur gezeigt, dass uns nicht hinbekommen hat.

00:09:29: Dann hat man eigentlich weniger als gar nichts sondern man hat eine vertane Chance sozusagen.

00:09:39: Ja das ist schon ne kreiste Situation.

00:09:41: es geht ja nicht darum zu beweisen, dass etwas nicht funktioniert sondern du willst ja letztendlich deinen Startup und deine ursprüngliche Erfindung nach vorne bringen Und deine ganz schöne Forschung nützt dir im Chaos der echten Welten nichts.

00:09:56: Viele Start-ups haben genau an dieser Stelle, in dieser Phase existenzielle Ängste und in vielen Fällen geht es nicht weiter.

00:10:05: Umso schöner ist das dass es bei Italykl Ödix weitergegangen ist!

00:10:09: Ja absolut also es ging bei ihnen weiter.

00:10:10: aber ich glaube das ist sowas was ihr auch hier im Gründungszentrum sehr gut kennt oder?

00:10:15: Dass man denkt man kommt aus dem Labor ist die Realität gar nicht so, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte.

00:10:23: Welchen Tipp hast du da?

00:10:27: Der besteht aus drei Worten der heißt Fokus, Fokus.

00:10:32: und letztendlich durfte ich die Erfahrung auch in meinem Start-up Leben machen.

00:10:36: Man denkt alles im Bestcase, im Idealfall.

00:10:41: Man hat ein Produktportfolio aufgebaut was sämtliche Szenarien abdenkt und bekommt es dann nicht gewuppt.

00:10:50: Und letztendlich kann man dann durchfokussieren, durchpriorisieren doch einen großen Schritt weiterkommen.

00:10:57: wie man sieht hat das nicht nur der Harald mal in seiner Vergangenheit gemacht oder geschafft sondern auch Aetherlytics.

00:11:04: Ja Aetherlytics die haben erstmal ja abspecken müssen.

00:11:08: von den zwanzig Modulen wurden es dann zwei und sie haben echt wirklich ums Überleben gekämpft um am Markt auch zu bestehen.

00:11:20: Und war es weil letztendlich der Punkt, dass Sie den Durchbruch aus dieser Krise geschafft haben?

00:11:26: Ja!

00:11:27: Der Durchbrucht das war wirklich was echt Abgefahrenes und wir kennen das aus der Wissenschaft auch und man nennt es Serendipity oder Serendibität und bedeutet eigentlich übersetzt so viel wie ein glücklicher Zufall war entscheidend dafür.

00:11:43: Und das Schicksal, das mischt echt die Karten für sie völlig neu.

00:11:49: Wartest du?

00:11:49: Da brauchen wir mehr Details genau an dieser Stelle für die Akte!

00:11:53: Was ist denn genau

00:11:54: passiert?!

00:11:55: Ja also pass auf, es muss ja so vorstellen... Die Pitchen bei einem Klimaschutzwettbewerb in Frankfurt.

00:12:01: und dann passiert etwas.

00:12:03: und ich möchte gar nicht so viel verraten weil diese Geschichte die muss uns der Thomas Weber selbst erzählen.

00:12:12: Hier kommt sie, pass mal auf

00:12:15: Wir hatten ganz am Anfang von der Gründung, wie viele andere Start-ups auch durch Wettbewerbe und Preisgelder und solche Themen unsere ersten Gelder generiert.

00:12:27: Und da gab es eine Ideenausschreibung der Stadt Frankfurt zum Thema Nachhaltigkeit oder Klimaschutz.

00:12:37: Da hatten wir uns beworben mit dem Fraport Mit dem Flughafen Frankfurt hatten wir eine Bewerbung geschrieben, dass wir im Endeffekt die Betriebsoptimierung von den Klimaanlagen im Frankfurter Flughafe machen wollen und dafür im Endefekt Geld.

00:12:54: Da muss dann der Flughafer nichts für bezahlen sondern wer hat noch keine Referenz zu dem Zeitpunkt?

00:13:00: Sondern das ist die Stadt Frankfurt über ihren Wettbewerb da macht.

00:13:05: Am mehrere Tage knappe Woche haben wir diesen Bericht geschrieben oder diesen Antrag geschrieben Und am Tag der Einreichung haben wir dann die Rückmeldungen von den Kollegen vom Flughafen bekommen.

00:13:16: Sie dürfen doch nicht einreichen mit uns und das kann ja nicht wahr sein, jetzt haben wir eine Woche lang diesen Antrag da geschrieben.

00:13:24: er hätten eigentlich unseren ersten Kunden gehabt an dieser Stelle also einen ersten zahlenden Großkunden gehabt und jetzt springt er uns ab und wir haben praktisch noch die Eine-Woche-Nein-Sand gesetzt.

00:13:36: okay wir machen so wir reichen aber trotzdem ein.

00:13:39: Also setzt noch ein Disclaimer drunter, leider Anwendungspartner haben wir verloren.

00:13:43: Das müssen wir an der Stelle sagen und uns heute abgesagt.

00:13:46: Das haben wir gemacht, damit wir eine Rückmeldung bekommen.

00:13:48: Ihr habt gewonnen unter der Voraussetzung dass ihr einen weiteren Anwendungspartner findet Und wir helfen euch dabei diesen zu finden.

00:14:02: Wir kennen auch schon jemanden.

00:14:04: Wir haben ein großes Problem mit den Rechenzentren in Frankfurt die so viel Energie verbrauchen Und wir würden euch ganz gerne ein Rechenzentrumsbetreiber vorstellen.

00:14:12: Wir hatten einen Rechencentren überhaupt nicht auf dem Sturm gehabt, wir kannten keinen einzigen Rechenzenungsbetreber, kannten die gesamte Industrie eigentlich gar nicht.

00:14:18: Wir kommen ja mit der Etherfabrik aus der Automobilindustrie.

00:14:22: aber durch diesen Zufall wo wir erstmal dachten das ist der größte Fail und die Stimmung war erst mal im Keller Das war das Beste was uns hätte passieren können weil stand heute machen wir den also weit über die Hälfte unserer Umsatzes machen wir mit Rechen Zentren Und auch unsere gesamte Investorenlandschaft kommt aus dem Bereich der Rechenzentren und das größte Marktwachsum ist im Bereich der rechen Zentren.

00:14:47: Eigentlich durch diesen Fail, wo wir erst mal dachten dass es der größte Fail überhaupt sind wir auf den Zug der Rechenzentren aufgesprungen bevor er so durch die Decke gegangen ist.

00:15:00: Was für uns am Ende des Tages der sechser Lotto war kann man sagen.

00:15:04: aus unternehmerischer Sicht also das ist auch nicht so dass wir als visionäre gedacht haben okay, wir setzen jetzt auf Rechenzentren weil wir schon in weißer Voraussicht ahnen dass das auf jeden Fall das richtige Pferd ist.

00:15:15: Sondern es war echt der blanke Zufall der uns in die Richtung gepusht hat Und ohne diesen Zufall hätten wir weder M-twelve Investment noch EBM Papst Investment.

00:15:27: Noch diese vielen anderen Kunden, noch unsere erste Success Story in der Form haben können.

00:15:33: Boah krass!

00:15:34: Da bekomme ich fast Gänsehaut.

00:15:36: Stell dir vor du arbeitest mit Herzblut an deinem Projekt.

00:15:41: Du machst einen Antrag... Und am Tag der Abgabe spricht ein wichtiger Partner ab.

00:15:47: Das bedeutet eigentlich, die Sache ist aus!

00:15:49: Du kannst das Unternehmen dicht machen und du kannst das Licht ausknipsen.

00:15:54: Dann gibt es eben diese Wendung quasi durch einen Zufall.

00:15:57: Ich mag keine Zufälle.

00:15:58: ich glaube nicht dass es Zufällige gibt.

00:16:00: Das ist wirklich super krass und ein herber Rückschlag wird quasi zum Sexer im Lotto stark.

00:16:07: Ja, ich bin da abgeschnallt als er mir das gesagt hatte.

00:16:11: Weil also ich muss sagen, ich glaube an Zufälle.

00:16:14: Ich glaub irgendwie daran dass manchmal sprichst du heute mit einer Person und fünf Jahre später ist die vielleicht für dich relevant?

00:16:21: Das weiß man gar nicht so!

00:16:22: Und die Welt ist dann am Ende doch klein.

00:16:25: Und ich finde in dieser Geschichte steckt auch drin genau diese Zuversicht es einfach mal zu probieren zu machen und diese Serendipity die's da gibt.

00:16:34: Die steckt auch natürlich in dieser Geschichte von Thomas Weber und Ethalytics drin.

00:16:41: Nicht aufzugeben, glaube ich ist so dieser große Erfolgsfaktor!

00:16:46: Und wie lautet jetzt unser finales Urteil lieber Bartosch?

00:16:49: Liefern die Erfinder in der Praxis

00:16:50: ab?!

00:16:51: Ja, absolut Harald.

00:16:53: und es ist wirklich ein beispielloser Triumph.

00:16:55: denn ihre Software Etta One die liefert echt harte Beweise für ihr Versprechen.

00:17:01: Denn der Autokonzern Stellantis zum Beispiel spart über sechzig Prozent Lüftungsenergie.

00:17:07: Der gigant NTT senkt den Kühlstrom um exakt nineteen Komma eins Prozent.

00:17:13: Und diese Nachrichten die verbreiten sich wie ein Laufeuer sogar bis nach Redmond ins Hauptquartier von Microsoft.

00:17:22: Auch das ist eine mega coole Story, Redmond Microsoft der größte Tech-Konsender Welt wird auf die Gründe aus der TU Darmstadt aufmerksam.

00:17:33: Wie cool ist diese Geschichte?

00:17:35: Genau, wer hätte das gedacht?

00:17:36: Gell, Darmstadt goes to Hollywood.

00:17:39: Ich meine Redmond.

00:17:41: Wunderbar!

00:17:42: Aber genau so ist es der M-twelf oder M-zwölf Fund den Thomas auch gerade erwähnt hatte.

00:17:48: Das ist der exklusive Venture Form von Microsoft.

00:17:51: Der steigt ganz groß bei den Hessen hier ein und sie führen die Investmentrunde an und am Ende sammelt Italytics unglaubliche sechzehn Millionen Euro in der Series A ein.

00:18:05: Das ist natürlich totaler Erfolg.

00:18:07: und TU-Vizepräsident Prof.

00:18:10: Dr.

00:18:10: Thomas Walter verleiht ihnen stolz, das offizielle Spinn of Label der Universität!

00:18:16: Und du erinnerst dich an dieses Spinnof Label?

00:18:18: Na klar, erinnere ich mich.

00:18:20: Wir haben ganz stolz auf unseren tollen Spin-offs aus der Thiebe Darmstadt.

00:18:25: Dieses Labelverliehen Ethalytics war dabei und ehrlich gesagt, was für eine emotionale Reise vom staubigen Labor über die blanke Existenz angst bis zum Millionen Ritter Schlag durch Microsoft.

00:18:38: Das ist einfach ne richtig gute Story!

00:18:42: Für mich stellt sich so eine Frage wie verarbeitet man einen solchen Erfolg wenn man eigentlich ganz klein angefangen hat?

00:18:50: Ein paar Mal kurz vor dem Scheitern war es doch geschafft hat und jetzt Richtung Success Richtung Erfolg unterwegs ist.

00:18:58: Thomas hat im letzten Abschluss des Interviews ein sehr schönes Statement hinterlassen für uns, für alle Zuhörerinnen da draußen.

00:19:06: aber das hat natürlich die Grenzen total verschoben denn am Anfang denkt man eher lokal regional Und am Ende verändert so ein Start-up wie Ethalytics die Welt.

00:19:17: Ja und diese Botschaft, die uns alle ansporen sollte hören wir uns jetzt mal an!

00:19:24: Also man sollte groß denken.

00:19:26: es macht auf jeden Fall Sinn groß zu denken und das ist auch Teil der Journey.

00:19:30: Das ist auch das was unsere Investoren uns gesagt haben dass sie es ganz schön fanden.

00:19:35: Letzte Woche hat mir auch eine Meeting mit dem Investor gemacht.

00:19:37: Er findet es total geil weil er gemerkt hat wie zurückhalten wir eigentlich noch vor ein zwei drei jahren waren versus der situation jetzt wo wir tatsächlich big auch machen und dadurch auch ganz neue ideen oder eine ganz neue herausforderung im endeffekt aufkommen den den wir uns stellen wollen in welche richtungen wir arbeiten wollen.

00:20:03: ja vielleicht ist es ein teil der deutschen kultur dass man nicht zu zu überoptimistisch sein möchte oder zu groß denken möchte, aber ja das ist glaube ich der Teil, der sich am ehesten geändert hat.

00:20:19: Das ist eine schöne Geschichte!

00:20:20: Menschen dürfen sich auch weiterentwickeln und man sieht es bei den Gründern von Ethalytics eben die zurückhaltenden eher konservativen Wissenschaftler, die sich dann eher in dieses Think Big weiterentwicklen.

00:20:35: Und wir versuchen eben auch unsere Gründerinnen und Gründern dahingehend zu priefen.

00:20:41: Was ist Founders Stream?

00:20:42: An was kann man träumen, wenn man jetzt die ganze Geschichte groß aufzieht?

00:20:47: Und Think Big ist wirklich ein sehr wichtiges Thema wo wir in Deutschland speziell sicherlich einen großen Chancenraum haben, denn dann werden wir das richtig machen!

00:20:58: Ja und ich fand es toll, also dieses Think Big hören wir aus dem Mund eines promovierten deutschen Ingenieurs.

00:21:04: Total cool!

00:21:05: Das ist ja schon im Prinzip mein Change.

00:21:10: Und ich finde das tolle, so eine wichtige Botschaft natürlich die wir da nach außen senden möchten hier über diese Akte, die zeigt dass man es auch machen sollte auch dieses think big und nicht zu bescheiden sein was sehr oft im Wissenschaftssystem und auch in dieser Start-up Bubble hier so bisschen vorherrscht.

00:21:32: Absolut!

00:21:33: Ja, also wir haben hier einen meisterhaften Fall.

00:21:36: Künstliche Intelligenz hat den Energiedieb gestellt und wir als Ermittler klappen heute die Akte Etterlytics erfolgreich zu!

00:21:46: Wenn euch diese emotionale Spurensuche gefallen hat dann abonniert unseren Kanal, traut euch selbst groß zu denken, teilt die Folge mit euren Kolleginnen und Kollegen.

00:22:04: Herall, vielen Dank dir.

00:22:05: Es hat Spaß gemacht Bartosch

00:22:07: und bis zur nächsten Akte!